45 Jahre sind an einem Gebäude nicht spurlos vorbeigegangen. Das gilt auch für die Umkleidekabinen und sanitären Anlagen im Sport- und Freizeitzentrum Sendenhorst. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1981 waren die Räumlichkeiten deutlich in die Jahre gekommen. Jetzt ist die umfassende Sanierung abgeschlossen und der Kabinentrakt wieder auf einem zeitgemäßen technischen und hygienischen Stand.
Dabei ging es um weit mehr als um einen neuen Anstrich oder eine optische Auffrischung. Um den geforderten Hygieneschutz sicherzustellen, mussten neben der Lüftungsanlage sämtliche Wasserzu- und -ableitungen sowie die Entnahmestellen erneuert werden.
Die Stadt Sendenhorst hatte dafür in den Haushalten 2025 und 2026 insgesamt 200.000 Euro bereitgestellt. Die SG Sendenhorst fungierte als Bauherr, übernahm die Vergabe und Baubetreuung und steuerte einen erheblichen Anteil an Eigenleistungen bei. 2025 wurde zunächst die Lüftungsanlage erneuert, in diesem Jahr folgten Duschräume, Umkleidekabinen und die sanitären Anlagen.
Das Budget erlaubte allerdings keine Rundum-Erneuerung. Deshalb galt bei der Umsetzung die Devise: „Funktion hatte Vorrang vor Schönheit.“ Die dringendsten Gewerke wurden abgearbeitet und gleichzeitig der vorgegebene finanzielle Rahmen eingehalten.
Beteiligt waren die Brockamp Haustechnik GmbH, die Börger Rosery GmbH & Co. KG, das Malerfachgeschäft Budt und die Fliesen & Platten Warendorf GmbH & Co. KG. Unterstützt wurden die Fachfirmen von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern aus den Reihen der SG-Fußballer. Georg Weng und Kurt Gunnemann zeichneten bei der SG für die Vorbereitung und Koordinierung der Arbeiten verantwortlich.
Die Zusammenarbeit der beteiligten Gewerke verlief nach Angaben der Verantwortlichen ausgesprochen gut. Die Arbeiten wurden vielfach „Hand in Hand“ abgearbeitet. Auch unerwartete Entdeckungen, die bei einem Gebäude dieses Alters nicht ausblieben, konnten mit pragmatischen und unkonventionellen Lösungen bewältigt werden.
Bei der nun erfolgten Abnahme zeigte sich Jochen Koppernock, bei der Stadt Sendenhorst für den Bereich Hochbau zuständig, sehr zufrieden mit der Umsetzung des Projekts. Die SG-Verantwortlichen bedankten sich bei den beteiligten Firmen für die gute Zusammenarbeit.
Eine erste Bewährungsprobe hat der sanierte Kabinentrakt inzwischen ebenfalls bestanden: Beim VEKA-Junior-Cup wurden die neuen Räumlichkeiten erstmals wieder intensiv genutzt. Das Feedback der Sportlerinnen und Sportler fiel durchweg positiv aus.
Damit ist ein wichtiger Bereich des Sendenhorster Sport- und Freizeitzentrums nach mehr als vier Jahrzehnten wieder für die kommenden Jahre gerüstet.
