SG Sendenhorst stellt wichtige Weichen für die Zukunft

Mit einigen neuen Gesichtern präsentierte sich der SG-Vorstand nach der Sitzung.

Mitgliederversammlung würdigt langjährige Treue und beschließt richtungsweisende Änderungen

Mit einer kurzen Begrüßung eröffnete der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Sandknop die diesjährige Mitgliederversammlung der SG Sendenhorst 1910 e.V. und hieß die anwesenden Mitglieder willkommen. Ein besonderes Grußwort richtete Bürgermeisterin Katrin Reuscher an die Versammlung. Sie bezeichnete die SG Sendenhorst als ein „Geschenk für die Stadt Sendenhorst“ und hob die professionelle Weiterentwicklung des Vereins in vielen Bereichen hervor. Zwischen Kommune und Verein gebe es zahlreiche Berührungspunkte. Dass auf beiden Seiten die Bereitschaft erkennbar sei, gemeinsam Lösungen zu finden, wertete sie als sehr positives Zeichen für die Zukunft.

Jahrzehntelange Vereinstreue geehrt

Langjährigen Mitglieder wurden mit Urkunden geehrt.
Langjährigen Mitglieder wurden mit Urkunden geehrt.

Traditionell nahm die Ehrung langjähriger Mitglieder einen breiten Raum ein. Für ihre jahrzehntelange Verbundenheit zur SG Sendenhorst wurden zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet. Nach der Verlesung der Mitglieder, die auf eine 25- und 50-jährige Mitgliedschaft zurückblicken können (insgesamt 40), wurden in der Versammlung für 60 Jahre Mitgliedschaft Ludger Gerwin, Rudi Terberl und Hansi Rohmann mit einer Urkunde aus der Hand des 1. Vorsitzenden geehrt. Auf 70 Jahre Mitgliedschaft kann Hans Petry zurückblicken. Für 75 Jahre Vereinstreue wurde Rudolf Bartmann geehrt, während Hedwig Gunnemann sogar auf beeindruckende 80 Jahre Mitgliedschaft in der SG Sendenhorst zurückblicken kann. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Bernd Petry. Mit einstimmigem Votum sprach die Versammlung dem langjährigen Funktionär diese besondere Auszeichnung zu. Gleichzeitig erhielt er die Goldene Ehrennadel der SG Sendenhorst. Gewürdigt wurden damit seine 14-jährige Tätigkeit im Hauptvorstand sowie sein vorheriges langjähriges Engagement im Vorstand der Fußballabteilung.

Mitgliederzahl wächst auf 2.500

In seinem Bericht zur Arbeit des Hauptvorstandes ging Karl-Heinz Sandknop insbesondere auf die Themen personelle Entwicklung und Sportstätten ein. Von besonderer Bedeutung sei die Gründung der Arbeitsgruppe „Moderne Sportstätten in Sendenhorst“, die sich mit den zukünftigen Anforderungen an die Sportinfrastruktur befasse. Zudem sei die Leichtathletik nach vielen Jahren wieder in die SG zurückgekehrt. Möglicherweise könne sie bereits im kommenden Jahr als zwölfte Abteilung offiziell in den Verein aufgenommen werden. Positiv entwickelte sich auch die Jugendarbeit. Mit Björn Michel an der Spitze habe sich ein neuer Jugendvorstand konstituiert. Dieser wolle künftig abteilungsübergreifende Angebote schaffen und die Interessen aller Jugendlichen innerhalb der SG bündeln.

Die kontinuierlich positive Entwicklung des Vereins spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen wider. Mittlerweile zählt die SG Sendenhorst rund 2.500 Mitglieder. Zum Abschluss seines Berichtes zog Sandknop ein positives Fazit: „Ich bin stolz auf das, was wir bisher geleistet haben!

Solide Finanzen – Herausforderungen absehbar

Seit 80 Jahren hält Hedwig Gunnemann ihrer SG die Treue. Dafür gab es vom Vorsitzenden Karl-Heinz Sandknop Urkunde und Blumenstrauß, von der Versammlung lang anhaltenden Beifall.
Seit 80 Jahren hält Hedwig Gunnemann ihrer SG die Treue. Dafür gab es vom Vorsitzenden Karl-Heinz Sandknop Urkunde und Blumenstrauß, von der Versammlung lang anhaltenden Beifall.

Finanzvorstand Franz-Josef Reuscher stellte den Kassenbericht vor. Die SG konnte das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis abschließen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass für die Jahre 2027 und 2028 strukturelle Defizite zu erwarten seien. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, werde der Verein künftig entsprechende Entscheidungen treffen und Maßnahmen erarbeiten müssen.

Die Kassenprüfer Peter Rehmet und Michael Wessel bescheinigten eine ordnungsgemäße und beanstandungsfreie Kassenführung. Daraufhin entlastete die Versammlung sowohl den Hauptvorstand als auch den Finanzvorstand einstimmig.

Veränderungen im Vorstand

Bei den Wahlen kam es zu personellen Veränderungen. Bernd Petry hatte bereits im Vorfeld angekündigt, nach vielen Jahren nicht erneut für das Amt des zweiten Vorsitzenden zu kandidieren. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Stephan Erdmann, der bislang bereits als stellvertretender Vorsitzender der Handballabteilung Verantwortung übernommen hatte. Ebenfalls neu im Vorstand ist Sina von Ofen. Sie übernimmt das Amt der Schriftführerin von Wolfgang Prange, der dem Hauptvorstand jedoch als Beisitzer weiterhin erhalten bleibt.

Die Mitgliedsbeiträge bleiben im laufenden Jahr unverändert.

Klare Werte künftig verbindlich in der Satzung verankert

Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement erhielt Bernd Petry (r.) die goldene Ehrennadel der SG und die Ehrenmitgliedschaft.
Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement erhielt Bernd Petry (r.) die goldene Ehrennadel der SG und die Ehrenmitgliedschaft.

Einen wichtigen Schwerpunkt bildeten die Beratungen über das neue Leitbild sowie die damit verbundene Satzungsänderung. Über die Hintergründe hatten die Westfälische Nachrichten bereits berichtet. Mit dem Leitbild möchte die SG Sendenhorst ihre Werte und Grundsätze verbindlich festschreiben und gleichzeitig sicherstellen, in Konfliktfällen handlungsfähig zu sein. Das Leitbild wird künftig als verbindlicher Maßstab in die Satzung eingebunden. Wer in erheblicher Weise gegen die dort festgeschriebenen Werte verstößt, begeht gleichzeitig einen Satzungsverstoß. Dadurch entsteht eine klare rechtliche Grundlage, um in Einzelfällen konsequent handeln zu können. Sowohl das Leitbild als auch die dazugehörige Satzungsänderung wurden von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen.

Mit großer Mehrheit verabschiedeten die Mitglieder die Neufassung und Aktualisierung des Schutzkonzeptes gegen interpersonelle und sexuelle Gewalt.

Vollständige Zustimmung erhielt darüber hinaus die Aktualisierung der Vereinsjugendordnung. Künftig sind Kinder und Jugendliche bereits ab acht Jahren bis einschließlich 18 Jahren stimmberechtigt. Bislang lag die Altersgrenze bei zehn Jahren.

Mit den zahlreichen Beschlüssen, personellen Weichenstellungen und einem klaren Bekenntnis zu den Werten des Vereins setzte die Mitgliederversammlung wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der SG Sendenhorst.

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